Frames per second (FPS) im Simracing

Update: 15.02.2022

Frames Per Second (kurz: FPS) kann man mit „Bilder pro Sekunde“ übersetzen. Der FPS-Wert gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde von der Grafikkarte fertig gestellt und dem Ausgabegerät (Monitor/TV) bereit gestellt werden. Je höher diese Framerate ist, desto flüssiger wird ein Spiel wahrgenommen. Im Simracing sollten mindestens 60 FPS erreicht werden. Empfehlenswert sind durchschnittlich 100 Frames Per Second.

FPS wird oft mit Hertz (HZ) vertauscht. Richtig: FPS beschreibt die Geschwindigkeit, mit der die Grafikkarte Frames fertigstellt. Hertz beschreibt die Geschwindigkeit, mit der die von der GPU (Grafikeinheit) fertig gestellten Frames auf dem Display angezeigt werden.
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Warum ist die Framerate im Simracing wichtig?

Je mehr FPS wiedergegeben werden, desto flüssiger läuft das Spiel. Rennfahrer, deren Hardware weniger als 60 FPS liefert, sind im Sim Racing benachteiligt:

  • Bremspunkte werden ungenauer getroffen, so dass schlechtere Rundenzeiten (Hotlaps) erzielt werden.
  • Unfälle mit anderen Fahrzeugen treten tendenziell häufiger auf, weil der Fahrer in zeitkritischen Situationen (Überholvorgänge) verzögert reagiert.
  • Rundenzeiten sind weniger konstant, als bei leistungsstarker Hardware.

Wie kann man die Framerate im Spiel ermitteln?

Sim-Racer können am PC verschiedene Möglichkeiten nutzen. Die effektivste Methode ist es, einen FPS-Zähler in der Rennsimulation anzuzeigen:

  • Steam-App: In der Steam App öffnet man die Einstellungen und wählt im Menü den Menüpunkt „Im Spiel“ aus. Hier befindet sich die Option „FPS-Anzeige im Spiel“. Nun wählt man eine Darstellung, zum Beispiel „Oben links“. Die Framerate wird nun in der Rennsimulation angezeigt, wenn sie über Steam gestartet wird.
  • Nvidia GeForce Experience-Tool: PC-Nutzer mit einer Nvidia-Grafikkarte können das Nvidia GeForce Experience-Tool hier downloaden. Nach erfolgter Installation öffnet man mit der Tastenkombination „ALT-Taste + Z-Taste“ das Overlay. In den Einstellungen wird unter „HUD Layout“ und „Leistung“ der „FPS-Counter“ konfiguriert. Ergänzend zur Framerate können weitere Hardware-relevante Kennzahlen aktiviert werden, die in der Rennsimulation an gewünschter Stelle angezeigt werden. Das Tool eignet sich auch hervorragend, um die Framerate durch Anpassung der Grafik-Settings im Spiel zu optimieren.
  • Wer eine AMD-Grafikkarte verwendet, kann den FPS-Counter in der AMD Radeon Software aktivieren: „AMD Radeon Overlay“ > „Performance“ > „Overlay“ > „Show Metrics Overlay“ anhaken.

Steam App: FPS-Anzeige im Spiel aktivieren

Nvidia GeForce Experience: Leistungsoverlay im Spiel mit FPS-Zähler

Nvidia GeForce Experience: Leistungsoverlay mit FPS-Zähler

Wie kann man die Frames per Second optimieren?

Zwei Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

  1. Hardware: Die effektivste Möglichkeit ist es die Hardware zu optimieren. PC-Sim Racer sind im Vergleich zur Konsole im Vorteil. Besonders effektiv wirkt sich der Austausch der Grafikkarte (GPU) aus. Leistungsstarke GPUs kosten mindestens 1.000 EUR, die aktuellen Flaggschiffe sogar über 2.000 EUR (Nvidia RTX 3090-Serie). Auch die Optimierung von CPU und Arbeitsspeicher (RAM) kann sich positiv auf die FPS im Spiel auswirken, jedoch viel geringer, als die GPU. Der größte Optimierungshebel für mehr FPS ist eine leistungsstarke GPU.
  2. Software: Wer keine finanziellen Mittel hat, um die Hardware zu optimieren, muss die Grafik-Qualität der Rennsimulation reduzieren. Je nach Hardware müssen individuelle Einstellungen gefunden werden, um mindestens 60 FPS (konstant) zu erreichen.

Simracing auf der Konsole: Ja/Nein?

Simracing kann erst ab 60 FPS ernsthaft betrieben werden. Viele Sim-Racer optimieren die Hardware, um mindestens 100 FPS zu gewährleisten. Dabei ist die Synchronisation von Framerate (GPU) und HZ (Display) wichtig. So können am Windows-PC visuelle Artefakte- und Ghosting-Effekte reduziert und beseitigt werden. Nvidia-Grafikkarten benötigen dafür G-Sync-fähige Displays. AMD Radeon-Grafikkarten können mit allen Displays synchronisiert werden, die AMD FreeSync unterstützen. Vor dem Kauf eines Monitors empfiehlt sich also die Unterstützung von G-Sync bzw. AMD FreeSync zu prüfen.

Auf der Konsole ist man in vielen Belangen limitiert. Selbst Next Gen-Konsolen, die oft hardwaretechnisch mit leistungsfähigen Gaming-PCs mithalten, liefern nur bis 60 FPS. Zudem sind einige  Rennsimulation nur für Windows-PC erhältlich (Automobilista 2, rFactor 2, Raceroom, iRacing). Meine Meinung: SimRacing auf der Konsole, nein!

Weiterführende Literatur

Autor: Jens

Hi, ich bin Jens, der Autor dieses Beitrags. Ich interessiere mich für SimRacing. Meine bevorzugten Rennsimulationen sind ACC, iRacing, rFactor 2. Den Fokus lege ich auf Fahrzeuge der GT-Klasse. Ich nutze das GT1 EVO Sim Racing Cockpit, Fanatec DD-1 Wheel Base und Heusinkveld Sprint Pedale.

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